HIFI oder HI-FI
HIFI ist die Abkürzung für high fidelity und bedeutet hohe Treue, Ehrlichkeit, Genauigkeit. Die Wiedergabe soll dem Original so gut wie möglich entsprechen. Die HIFI Norm setzte in den 60-er Jahren den Minimal-Standard für die Geräte fest, die als HIFI Geräte bezeichnet werden durften. Heute ist diese Norm nicht mehr relevant, da sie keine Herausforderung mehr an die Geräte stellt.
Bei der Aussprache scheiden sich die Geister. Im englischsprachigen Raum sagt man hei-fei, gemäss der Abkürzung HI-FI. Bei uns sagt man heifi, abgeleitet von der Aussprache von high fidelity.
High-End
Was früher HI-FI war, ist heute High-End. Das sind Anlagen und Komponenten im obersten Qualitätssegment (High-End). High-End Geräte und High-End Anlagen bieten sehr hohen, bis audiophilen Musikgenuss.
Audio
Alles was mit Hören, Ton, Akustik, ect. zu tun hat.
Mono
Monophonie, Einkanaltechnik. Man hört die Musik nur aus einem Lautsprecher.
Bei einer Stereoanlage erhalten beide Lautsprecher dasselbe Signal. Bei einer guten Stereoanlage ertönt die Musik dann richtigerweise in der Mitte der beiden Lautsprecher.
Stereo
Stereophonie, Zweikanaltechnik. Man hört die Musikdarbietung räumlich, zwischen den Lautsprechern. Siehe auch Seite "Das perfekte Stereo Erlebnis".
Analog
Die Stärke des elektrischen Signals folgt genau und kontinuierlich (real time) der Lautstärke der Aufnahme. Vorallem bei der Aufzeichnung sehr tiefer und sehr hoher Töne stösst man an die Grenzen der Technik.
Trotz RIAA Entzerrung* kommt es bei sehr tiefen und lauten Tönen zu richtigen Schlangenlinien auf der Schallplatte. Die Tonabnehmer haben Mühe in der Rille zu bleiben und die grossen mechanischen Ausschläge in elektrische Signale umzuwandeln. Bei hohen Tönen haben die Tonabnehmer Mühe der Geschwindigkeit der Rillenausschläge zu folgen. Zudem wird auch die Struktur des Materials (früher Schellack, später Vinyl) von der Nadel abgetastet und wird als Rauschen hörbar. In den Rillen befindliche Staub-, oder andere Partikel hört man als Knistern und Knacksen.
* Vor dem Schneiden einer Schallplatte wird die Amplitude (Lautstärke) der tiefen Töne gemäss festgelegter RIAA Kurve verringert und nach dem Abspielen wieder in den Originalzustand gebracht (entzerrt). Ohne diese Massnahme könnten tiefe Töne nicht aufgezeichnet werden, da die Ausschläge zu gross wären.
Auch die magnetische Aufzeichnung auf Tonbänder kommt an die technischen Grenzen. Man hat ebenfalls Mühe, den gewünschten Frequenzbereich von 20 bis 20'000 Hz aufzuzeichnen. Zudem ist das Rauschen ein Problem. Um diese Probleme besser in den Griff zu bekommen setzte man Dynamik-Kompression ein. Verschiedene Dolby Rauschunterdrückungen setzten sich besonders bei Cassetten-Recordern durch.
Die Qualität der Geräte im Zusammenhang mit der Tonspeicherung analoger Signale hatte deshalb grossen Einfluss auf die Klangqualität. Man suchte deshalb nach einer besseren Lösung und entwickelte die digitale Tonaufbereitung.
Digital
Ein digitales Signal kennt nur eine bestimmte Anzahl elektrischer Zustände. Bei der Tonaufzeichnung zerlegt man das analoge Signal in Zeitpunkt und Stärke. In rascher Folge wird die Stärke des Signals (Amplitude) gemessen. Das heisst, das Signal wird nicht kontinuierlich, sondern in einem Raster erfasst. Die Abtastrate sagt aus, wie oft pro Sekunde die Stärke des Signals gemessen wird. Die Auflösung in Bit sagt aus, in wie viele mögliche Werte die Signalstärke maximal zerlegt wird. Für die Wiedergabe wird jedem gemessenen Zeitpunkt der Wert der Signalstärke wieder zugeordnet.
Man erkennt, dass die Zerstückelung des Analogsignals in viele Momentaufnahmen am Schluss ein treppenstufenartiges Signal ergibt. Die Abtastrate bestimmt die Breite der Treppenstufe und die Auflösung in Bit deren Höhe. Wenn Abtastrate und Auflösung unendlich wären, ergäbe es ein kontinuierliches Signal und würde dem analogen Signal entsprechen.
Man kann den Effekt mit der Digitalfotografie vergleichen. Bei einer schlechten Auflösung (wenig Pixel) sieht man die Pixel von Auge und das Foto wirkt hart. Bei hochauflösenden Aufnahmen kann man die Pixel nicht mehr erkennen und das Foto wirkt angenehm.
Am Anfang der Digitaltechnik war man mit dem Problem konfrontiert, dass man mit der Geschwindigkeit der Aufzeichnung an die Grenzen der Technik stiess. Zudem stiess man mit der Datenmenge an die Kapazitätsgrenzen der Speichermedien.
Abtastrate - Sampling Rate
Die Abtastrate sagt aus, wieviel Mal pro Sekunde das Signal abgetastet (erfasst), ausgewertet und weiterverarbeitet wird.
Auflösung in Bit
Die Auflösung in Bit sagt aus, in wie viele mögliche Werte die Signalstärke (Amplitude) maximal zerlegt wird.
Oversampling/Upsampling
Da das menschliche Ohr entgegen früherer Meinung die sehr feine treppenförmige Abstufung eines digital aufbereiteten Signals zwar nicht objektiv, aber subjektiv erfassen kann, bedient man sich des Oversamplings und/oder des Upsamplings. Das heisst, man erhöht künstlich die Abtastrate und die Auflösung zugleich, indem man den Treppenstufen durch Interpolation Zwischenwerte hinzurechnet. Dies ergibt eine geschmeidigere Kurvenform mit kleineren Treppenstufen. Heute arbeitet man mit bis zu 192-fachem Oversampling und erhält schon fast ein Analogsignal. Man muss allerdings beachten, dass die dazugerechneten Werte nicht genau dem Originalsignal entsprechen können.
Hi-Res – Hi-Resolution - hochauflösend
Um die Soundqualität zu steigern und einen audiophilen Hörgenuss zu ermöglichen, zeichnet man heute mit höherer Abtastrate (kHz) und höherer Auflösung (Bit) auf. Hi-Res Musikdateien kann man bei verschiedenen Anbietern kaufen. Gegenüber mp3 ist das Angebot zurzeit noch sehr klein, es wird aber ständig ausgebaut. Man kann solche Musikdateien auf einen Musikserver kopieren und vom Netzwerk Player abspielen lassen.
Eine Auflösung von 24/96 bedeutet, dass mit 24 Bit abgestuft und mit 96 kHz abgetastet wird. 24 gegenüber 16 Bit tönt nach nicht viel mehr, bietet aber die etwa 250-fach feinere Abstufung.
CD
Compact Disk. Ablösung der analogen Schallplatte durch eine digitale Scheibe. Es war aber zu dieser Zeit eine Herausforderung, eine nützliche Datenmenge auf die kleine Scheibe zu bringen, denn: Aufnahmezeit x Abtastrate x Auflösung ergibt die Datenmenge.
Ziel war es, die 9. Sinfonie von Beethoven auf einer CD unterzubringen. Es musste deshalb ein guter Kompromiss gefunden werden.
Man einigte sich auf eine Abtastrate von 41.1 kHz und eine Auflösung von 16 Bit. Das heisst, pro Sekunde wird 41100 Mal die Signalstärke gemessen und deren Wert in ein Raster von gut 32000 Punkten pro Halbwelle gespeichert. Da man bei Stereo zwei Signale gleichzeitig aufzeichnen muss, halbiert sich die Abtastrate für pro Kanal.
SACD
Super-Audio-CD. arbeitet mit einer moderneren Technik für eine höhere Gesamtauflösung, um eine bessere Wiedergabequalität der Musik zu erreichen.
Die SACD konnte sich nicht durchsetzen und verliert zunehmend an Bedeutung.
CD-Player
Ursprünglich nur zum Abspielen der 1983 eingeführten CD im PCM Format. Heutige CD-Player spielen meist auch noch andere Audioformate wie mp3, mp4, aac, flac, etc. ab. Manche CD-Player spielen auch SACD ab.
Tuner
Bezeichnet den Empfangsteil des guten alten Radioempfängers. Im Gegensatz zum guten alten Radio verfügt der Tuner weder über einen Verstärker noch über einen Lautsprecher. Der Tuner ist nur der eigentliche Empfangsteil und muss an einen Vorverstärker angeschlossen werden.
Netzwerk Player - Streamer
Spielt Musik ab, welche er über das Netzwerk erhält. Zum Beispiel Musik vom Internet, oder von einem Musikserver. Netzwerk Player erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und es werden immer mehr und bessere Geräte in diesem Bereich angeboten.
Musik Server
Heutige Windows- und Mac Computer enthalten eine Musikserver Software und können somit als Musik Server dienen. Auch NAS sind mit entsprechender Software ausgerüstet und erfüllen diesen Dienst. HIFI Geräte Hersteller bieten separate Musik Server an, die sich in die Stereoanlage integrieren lassen oder bauen zum Beispiel in ihren CD-Player zusätzlich einen Musikserver ein. Man kopiert die Musikdateien in den dafür vorgesehenen Ordner des Musikservers und schon werden sie vom Netzwerk Player automatisch gefunden.
Theoretisch kann man seine mp3 Sammlung auf den Musikserver kopieren und anschliessend mit dem Netzwerk Player abspielen lassen. Wegen der schlechten Musik-Qualität des mp3 Formats ist das aber nicht unbedingt zu empfehlen. Die schlechte Qualität von mp3 Files wird von guten HIFI Anlagen blossgestellt. Allerdings ist zu sagen, dass sehr gute Netzwerk-Player einiges aus guten mp3 Files herausholen können, sodass sogar ein Musikgenuss aufkommen kann.
Wer eine Schallplattensammlung hat, kann diese mit entsprechender Software digitalisieren und die Files auf den Musikserver legen. Auch seine CD Sammlung kann man in Dateien umwandeln und anschliessend per Netzwerk Player anhören.
NAS
Ein Network Attached Server ist eine kleine Box mit einer, oder mehreren Festplatten und diverser Software. Ein NAS diente ursprünglich als kleiner Server für zuhause, auf welchem man die Computerdaten speichern kann. Gegenüber einer einfachen externen Festplatte verfügt der NAS über eine einfache Serversoftware, mit welcher man zum Beispiel Zugriffsrechte vergeben kann, sodass jedes Familienmitglied seine Daten vor fremdem Zugriff geschützt ablegen kann.
Da der NAS auch über eine Musik Server Software verfügt, kann man dort mittels Computer Musikfiles ablegen, und vom Netzwerk-Player der Stereoanlage abspielen lassen. Die Datenverbindung zwischen Computer, NAS und Musikserver erfolgt über das Home Netzwerk. Entweder über Kabel (LAN), oder kabellos (WLAN / WI-FI).
UPnP und DLNA
UPnP/DLNA sind Standards, welche gewährleisten, dass der Netzwerk Player den Musik Server und dessen gespeicherte Musik automatisch findet. Der Netzwerk Player kann die gefundenen Titel anzeigen und abspielen.
Plattenspieler
Plattenspieler erfahren in letzter Zeit wieder zunehmende Beliebtheit. Dabei muss man beachten, dass diese entweder mit einem MM (Moving Magnet) oder einem MC (Moving Coil) Tonabnehmer ausgestattet sind.
Ein MM System kann direkt an einen MM Eingang eines Vorverstärkers angeschlossen werden. Verfügt dieser über einen MC Eingang, kann an diesem direkt ein MC System angeschlossen werden. Verfügt der Vorverstärker nur über einen MM Eingang, muss ein MC System über einen Vor-Vorverstärker dort angeschlossen werden.
Tonabnehmer
Die Bewegung der Nadel wird durch einen Magneten in einer Spule in elektrische Spannung umgesetzt.
Die ursprünglichen und am weitest verbreiteten Tonabnehmer basieren auf dem MM (Moving Magnet) Prinzip. Dabei sitzt ein kleiner Magnet auf der Nadel und die Spule ist fix am Tonabnehmer befestigt.
Bem MC (Moving Coil) System ist der Magnet fix befestigt und die Spule wird durch die Nadel bewegt. Dieses System kann klangliche Vorteile bieten, aber die Spule muss wegen des Gewichtes sehr klein ausfallen und liefert deshalb nur eine kleine Spannung.
Vorverstärker
Der Vorverstärker dient als Schaltzentrale. Alle Quellen wie Tuner, CD-Player, Netzwerkplayer, etc. werden daran angeschlossen. Am Vorverstärker wählt man das Gerät (Quelle), welches man hören möchte und stellt die Lautstärke ein. An der Ausgangsbuchse des Vorverstärkers wird die Endstufe angeschlossen.
Endstufe
Die Endstufe verstärkt das vom Vorverstärker kommende standardisierte Signal, um die angeschlossenen Lautsprecher zu betreiben.
Vollverstärker
Ein Vollverstärker ist die Kombination von Vorverstärker und Endstufe.
Lautsprecher
Als Lautsprecher bezeichnet man sowohl Lautsprecherchassis, welche in eine Lautsprecherbox eingebaut sind, als auch die Lautsprecherbox selbst.
Cinch Kabel – Cinch Stecker (RCA- NF- Interconnect-)
Die Kabel, mit welchen die Geräte verbunden werden sind üblicherweise mit Cinch Steckern ausgestattet. Man nennt sie daher auch Cinch Kabel. Aus Amerika kommt der Begriff RCA (Radio Corporation of America). Man spricht von RCA Steckern und RCA Kabeln. Früher nannte man sie NF Kabel. NF kommt von Niederfrequenz. Heute spricht man oft von Interconnect Kabeln, da sie die Verbindung zwischen (inter-) den Geräten herstellen.
Bei der Aussprache von Cinch scheiden sich die Geister. Eingebürgert hat sich die Aussprache als "Tschinsch". Cinch sollte aber richtigerweise als "ssinsch" ausgesprochen werden.
XLR Stecker
XLR Stecker verfügen über drei Kontakte, gegenüber Cinch mit deren zwei. Cinch ist asymmetrisch, das heisst die Signalübertragung wird über einen Kontakt geführt und die Masse/Abschirmung dient gleichzeitig als zweiter Kontakt. Beim XLR Stecker haben beide Signalleiter einen eigenen Kontakt und die Masse wird nur zur Verbindung der Masse und als Abschirmung verwendet. Man spricht hier von einer symmetrischen Signalübertragung.
Interconnect Kabel (RCA- NF- Interconnect-)
Interconnect Kabel, auch Cinch Kabel, RCA-Kabel, oder NF Kabel verbinden die HIFI Geräte untereinander. Seit einiger Zeit gibt es auch symmetrische Kabel mit XLR Steckern.
HIFI Tuning
Massnahmen verschiedener Art, um den Klang der HIFI Anlage zu verbessern. Die Klangqualität wird durch verschiedenste Arten von Störungen beeinträchtigt, sodass die meisten HIFI Tuning Massnahmen die Reduzierung solcher Störungen betreffen. Es handelt sich um mechanische Störungen, elektrische Störungen, Störungen durch Elektrosmog, ect.
HIFI Netzkabel
HIFI Netzkabel sind speziell konzipierte Netzkabel für HIFI Geräte, mit welchen gegenüber "gewöhnlichen" Netzkabeln eine höhere Klangqualität erreicht wird. Dabei werden spezielle Konstruktionen und/oder spezielle Materialien verwendet.
HIFI Steckdosenleisten
HIFI Steckdosenleisten, oder auch HIFI Netzleisten genannt, sind speziell für den Anschluss von HIFI Geräten konzipiert. Das Ziel ist dasselbe, wie bei HIFI Netzkabeln, ein höherer Klanggenuss.
HIFI Feinsicherungen
HIFI Feinsicherungen, oder auch HIFI Sicherungen genannt, sind speziell für den Einsatz in HIFI Geräten konzipiert. Da das fehlerhafte Verhalten "normaler" Feinsicherungen in HIFI Geräten den Klang negativ beeinflussen, werden Feinsicherungen mit weniger "Fehlverhalten" konzipiert.Das Ziel ist auch wieder, höheren Klanggenuss zu erreichen.
Technische Begriffe im Audio Bereich
Frequenz
Die Frequenz beschreibt die Wellenlänge von Signalen in Anzahl Wellen pro Sekunde. 1 Hz entspricht einer Vollwelle pro Sekunde. Hohe Frequenzen haben kurze Wellenlängen und tiefe Frequenzen grosse. Im Tonbereich sind Frequenzen zwischen 20 Hz und 20 kHz relevant. 50 Hz (Hertz) bedeutet 50 Schwingungen pro Sekunde. 20 kHz (Kilohertz) bedeutet 20-tausend Hertz.
Frequenzbereich
Der Frequenzbereich gibt an welche Tonhöhen die Anlage mit gleichbleibender Lautstärke, resp. gleichem Pegel wiedergeben kann. Zum Beispiel 50 Hz bis 20 kHz +-2 dB. (Der dB Wert gibt die maximale Abweichung an.)
Frequenzweiche
Da ein einzelnes Lautsprecher-Chassis nicht geeignet ist, alle Frequenzen gleich gut wiederzugeben, teilt man den Tonbereich in verschiedene Bereiche auf. Dabei leitet die Frequenzweiche die hohen Töne auf einen kleinen Hochtöner (Hochton Chassis) und die tiefen auf einen grösseren Tieftöner. Das nennt man eine 2-Weg Box. Es gibt auch 3-Weg Boxen oder solche mit noch mehr Bereichen.
Verstärker-Röhren
Röhren waren die ersten elektronischen Verstärkerelemente und erfuhren ihre grosse Verbreitung in den alten Dampfradios. Röhren sind gross und empfindlich. Zudem benötigen sie hohe Heizströme und hohe Anodenspannungen. Auch werden sie mehr oder weniger heiss und sind empfindlich auf Erschütterungen.
Röhrenverstärker erleben heute teilweise eine Renaissance. Die Röhre hat viele Anhänger, welche den schönen Klang der Röhrengeräte loben. Allerdings gibt es auch Stimmen, die sagen, dass die Röhren rauschen. Das zeigt wieder einmal, dass man nicht pauschalisieren darf. Beide Aussagen sind prinzipiell richtig, aber ein gut entwickeltes Gerät hebt die Vorteile des schönen Klangs hervor und vermeidet das Rauschen.
Bipolare Transistoren
Bipolare Transistoren waren die ersten, die kommerziell eingesetzt wurden. Grosse Verbreitung erlangten sie anfangs im Einsatz in den Transistorradios. Gegenüber Röhrenschaltungen, brauchen die Transistoren sehr viel weniger Platz, verbrauchen weniger Strom, benötigen kleinere Spannungen und sind nicht empfindlich auf Erschütterungen. Sie waren somit prädestiniert für kleine, tragbare Radios.
Einfach gesagt, verstärkt ein bipolarer Transistor den Strom, dem man ihm zuführt. Kleinsignaltransistoren werden in allen möglichen HIFI Geräten eingesetzt, wo keine grossen Ströme verlangt sind. Leistungstransistoren werden im Leistungsteil von Endstufen eingesetzt, um die angeschlossenen Lautsprecher anzutreiben.
Naturgemäss neigen bipolare Transistoren zum Rauschen. Das war in den 60er Jahren noch ein grosses Problem. Bei guten Schaltungen und heutigen Transistoren, kann man kein Rauschen mehr hören. Möglicherweise kann man dieses subjektiv wahrnehmen und den Klang deshalb als nicht so schön und geschmeidig empfinden.
Feldeffekt-Transistoren
Feldeffekt Transistoren (FET) konnte man erst später kommerziell herstellen. Sie benötigen keinen Strom zur Ansteuerung, sondern eine Spannung. Diese Steuerspannung bewirkt eine Änderung des Widerstandes im Leistungspfad. Es gibt verschiedene Typen von FET, in Endstufen kommen vorallem MOSFET zum Einsatz.
Feldeffekt Transistoren arbeiten im Grundprinzip ähnlich wie Röhren, benötigen aber weder einen Heizstrom noch eine hohe Anodenspannung und sind klein wie die bipolaren Transistoren.
MOSFET zeigen ihre Stärke besonders im Leistungsteil von Endstufen. Der Klang ist schön, wie bei guten Röhrenverstärkern, aber ohne Rauschen. MOSFET sind etwas schwieriger zu bändigen (zu steuern), vielleicht sind sie deshalb nicht sehr weit verbreitet.
Begriffe des Hörerlebnisses
Audiophil
Höchster Musikgenuss. Geräte und Anlagen, welche höchsten Musikgenuss bieten.
Stereoabbildung
Bei einer guten Stereoabbildung einer musikalischen Darbietung hat man das Klanggeschehen vor sich und jedes Instrument, jede Stimme "steht" an seinem Platz. Man hört nicht, wo sich die Lautsprecher befinden. (Siehe auch Seite "Das perfekte Stereo Erlebnis".)
Transparent
Eine weniger gute Anlage bildet das Klanggeschehen zwar zwischen den Lautsprechern ab, aber es kann etwas zusammengeklumpt wirken. Bei einer wirklich guten Anlage hat es Luft zwischen den Instrumenten und Stimmen und das Klanggeschehen wird sogar dreidimensional abgebildet.
Ruhig
Man kann es nicht hören, sondern nur positiv empfinden, wenn ausser der Musik nichts ist.
Analytisch
Die Darbietung wirkt prägnant und man hört jedes Detail glasklar. Es ist wie wenn man bei der Fotobearbeitung die Schärfe erhöht. Das Foto wirkt klarer und prägnanter. Die Ränder der abgebildeten Objekte werden schärfer und härter abgebildet. Wenn man die Schärfe reduziert, wirkt das Foto weicher und angenehmer. So klingen Anlagen auf der anderen Seite der Skala angenehm seidig. Bei zu analytischen Anlagen wirkt die Darbietung anspringend und Details können überspitzt wiedergegeben werden. Umgekehrt können Anlagen flach und detailarm klingen.
Tiefe - Tiefenstaffelung
Von Tiefe oder Tiefenstaffelung spricht man dann, wenn das Klangbild räumlich, also dreidimensional und nicht nur zweidimensional dargestellt wird. Man hört die Instrumente und Stimmen nicht nur nebeneinander, sondern man hört auch ob Sie sich näher oder weiter weg befinden. Eine transparente Wiedergabe mit Tiefenstaffelung kann nur mit einer Hi-End Anlage erreicht werden.,
Begriffe im Netzwerkbereich
Netzwerk - Datennetz
Computer tauschen Ihre Daten über das Datennetz aus. Auch das Internet ist ein Datennetz. Heutzutage sind zuhause neben Computern auch Handys, Tablets, NAS, Netzwerk-Player und Fernseher über das Datennetz miteinander und/oder mit dem Internet verbunden.
LAN
Als LAN (Local Area Network) wird ein inhouse Netzwerk bezeichnet. Die Datenverbindungen werden dabei entweder mit (Ethernet) Kabeln oder per Funkübertragung (WLAN) realisiert.
WAN
Das Wide Area Network ist für den Datentransport über grösseren Strecken, ausserhalb der Gebäude zuständig.
Ethernet
Wenn das Datennetz mit Kabeln realisiert ist, werden die Geräte mit Ethernet Kabel verbunden, wobei Ethernet eigentlich die Technologie des Netzwerks bezeichnet.
Ethernet stammt ursprünglich vom ALOHAnet ab, welche die verschiedenen Inseln um Hawaii per Funk mit der Universität Honolulu verband. Daher wohl auch der Name ETHERnet (ÄTHERnetz).
Der Ethernet Standard IEEE 802.1 regelt die Vorgehensweise,wie die elektrischen Signale der Datenübertragung von den Geräten auf die Leitung und von dort auf weitere Geräte gelangen. Da Geräte dieselbe Leitung gleichzeitig benutzen können, müssen Kollisionen erkannt und geregelt werden.
Ethernet Verbindungen können sowohl mit Kabel, oder Funk realisiert werden.
WLAN
Oft werden die Daten per Funk (wireless) übertragen. Diese Übertragungsart wird als WLAN (Wireless LAN) bezeichnet.
WLAN wird oft auch WI-FI genannt, wobei WIFI genau genommen der Standard für WLAN ist.
Für die Datenübertragung wird selbstverständlich die Ethernet Technologie verwendet,
Für die Funktechnologie gibt es verschiedene Standards, angefangen vom 802.11a, über 802.11.b, g,n, ac, bis 802.11ad. Es werden laufend neue, verbesserte Standards eingeführt, welche einen schnelleren Datendurchsatz ermöglichen.
WLAN verwendete zuerst die Funkfrequenz von 2.4 GHz. Später kam 5 GHz dazu. Beide Frequenzen sind in mehrere Kanäle unterteilt, damit viele Geräte gleichzeitig kommunizieren können.
Je nach Auslastung der Kanäle in einem bestimmten geographischen Umfeld, können gewisse Kanäle eine bessere, und andere eine schlechtere Datenübertragung anbieten. Bei einer grossen WLAN Gerätedichte kann es im 2.4 GHz Bereich schon mal eng werden. In diesem Fall hat man ev. im 5 GHz Band bessere Chancen, da dieser Bereich (noch) weniger stark benutzt wird.
Router
Ein Router verbindet Teilnetzwerke miteinander. Der Router zuhause verbindet das private Netzwerk mit dem öffentlichen Internet. Zugleich verbindet er die Geräte innerhalb des privaten Netzwerks, entweder per Kabel, per Funk, oder gleichzeitig mit beiden Technologien.
Der Router zuhause stellt ein privates Netzwerk zur Verfügung und verbindet dieses mit dem Internet. Den Geräten im privaten Netzwerk teilt er IP Adressen zu. In der Regel aus dem privaten IP Adressbereich 192.168.0.0.
WPS
Das WLAN des Routers sollte immer durch einen Schlüssel (Passwort) gesichert sein. Jedes Netzwerkgerät, welches mit dem WLAN verbunden werden soll, muss diesen Schlüssel kennen. Beim Computer geht das noch einfach, man kann den Schlüssel per Tastatur eintippen. Bei anderen Geräten ohne Tastatur kann der Schlüssel nicht einfach eingetippt werden.
Per WPS Funktion kann der Schlüssel automatisch vom Router zum Gerät übermittelt werden. Man drückt einfach die WPS Taste am Gerät und innerhalb von zwei Minuten die WPS Taste am Router. Wenn alles gut geht, findet der Router das Gerät nach einer gewissen Zeit im Netzwerk und teilt ihm den Schlüssel mit.
Bei einigen Routern (Internet Box) der Swisscom ist die WPS Taste mit einem "+" bezeichnet.
TCP/IP
Während Ethernet bestimmt, wie die elektrischen Signale der angeschlossenen Geräte auf die Leitung kommen und von dort wieder auf andere Geräte gelangen, bestimmt das TCP/IP Protokoll, wie die Daten strukturiert, verpackt, versendet, empfangen und wieder entpackt werden.
TCP/IP ist ein Paketdienst, welcher ähnlich funktioniert, wie die Post. Die Daten werden zerlegt, in Datenpakete verpackt, adressiert und abgeschickt. Da jedes Gerät eine eigene, einmalig vorkommende Adresse hat, gibt es wie bei der Post für jedes Datenpaket eine (IP) Absender- und eine (IP) Empfängeradresse. Router im Netzwerk haben die Funktion von Poststellen. Sie empfangen die Datenpakete und wissen auf welchen Weg sie diese schicken müssen, damit sie schlussendlich ihren Empfänger erreichen.
Da seit der Einführung von TCP/IP die Anzahl Geräte unerwartet stark angestiegen ist, reicht die vorgesehene Anzahl IP Adressen schon lange nicht mehr aus. Zum Glück hatten die Erfinder von TCP/IP schon einige Adressbereiche für privaten Gebrauch vorgesehen. Es wurde auch bestimmt, dass Router nur öffentliche IP Adressen weiterleiten (routen). Somit können im privaten Bereich, das heisst, zum Beispiel hinter dem Router in der Wohnung immer wieder dieselben IP Adressen benutzt werden. Der Wohnungs-Router wandelt dann die privaten Adressen in eine öffentliche um und umgekehrt. Der Router erscheint gegen aussen mit nur einer (öffentlichen) IP Adresse und verwaltet gegen innen (Wohnung) die Geräte im privaten Netzwerkbereich. Der meistbenutzte private IP Adressbereich ist 192.168.0.0 bis 192.168.255.254.
MAC Adressen
Jedes Netzwerk-Gerät verfügt über eine einzigartige, fixe Geräte-Adresse, auch MAC Adresse, oder Hardware Adresse genannt. Genau genommen verkehrt die Kommunikation schlussendlich von MAC Adresse zu MAC Adresse. Wobei sich am Anfang jeder Kommunikation die MAC Adresse die IP Adresse des Gerätes schnappt, damit TCP/IP den Transport der Daten übernehmen kann. Der nächstgelegene Router lernt jeweils sofort seine "Pappenheimer" kennen und weiss, welche MAC Adresse zu welcher IP Adresse gehört.
Was ist der Unterschied zwischen MAC Adresse und IP Adresse?
Die IP Adresse ist die Netzwerk-Adresse und die MAC Adresse die Geräte-Adresse.
Beim Vergleich mit der Post kann man sich vorstellen, dass die IP Adresse die Postadresse darstellt und die MAC Adresse die dort wohnende Person. Beim Zügeln ändert die Postadresse (IP Adresse), aber die Personen- (MAC) Adresse bleibt dieselbe, wie vorher.
Hub
Ein Hub ist ein Gerät mit mehreren Ethernet Anschlüssen. Ein Anschluss wird mit dem Netzwerk verbunden, an die anderen Buchsen können Netzwerk-Geräte, wie Computer angeschlossen werden. Ein Hub verteilt die Signale gleichzeitig an alle Anschlüsse. Da es früher noch keine Switches gab, wurden Hubs auch in grösseren Netzwerken eingesetzt. Da immer alle Signale gleichzeitig auf allen Leitungen vorhanden sind, konnte es wegen der vielen Kollisionen zum Erlahmen des Netzwerks kommen.
Switch
Das Einsatzgebiet des Switches ist derselbe wie beim Hub. Der Switch verfügt aber über eine äusserst clevere Funktion: Der Switch kennt nämlich seine angeschlossenen Pappenheimer ganz genau bei ihren IP- und MAC Adressen. Dies erlaubt ihm, den Datenverkehr immer nur von einem Anschluss zu einem anderen zu leiten, ohne die übrigen Anschlüsse und Leitungen mit unnötigen Signalen zu belasten. Jedes Endgerät hat somit die ganze Leitungskapazität seines Anschlusses zur Verfügung und es gibt auch keine Kollisionen. Einzig beim Anschluss, welcher zum Netzwerk führt, kommen alle Signale zusammen. Dieser muss entsprechend leistungsfähig sein.
Heute gibt es kaum mehr Hubs. Sogar die kleinen Kästchen für das Heinetzwerk mit 5 oder 8 Anschlssen sind Switches.
Ethernet Leistung
Früher waren 10 Mbit/s für Ethernet Verbindungen üblich. Später kam Fast-Ehernet mit einem max. Datendurchsatz von 100 Mbit/s dazu. Heute sind Gigabit Leitungen (1000 Mbit/s) üblich.
Schnellerer Datendurchsatz verlangt auch nach entsprechender Kabelqualität. Für Gigabit werden mindestens (8-adrige) Kabel der Klasse Kat 5e benötigt. Gigabit Anschlüsse können auch problemlos mit 4-adrigen Kabeln verbunden werden. Die Anschlüsse schalten dann automatisch auf Fast-Ethernet um.
Polarität der Ethernet Kabel
Bei Ethernet wird zwischen Netzwerk-Geräten und Endgeräten unterschieden. Ein normales (ungekreuztes) Kabel kann ein Netzwerk-Gerät mit einem Endgerät verbinden. Wenn man zwei ältere Computer direkt verbinden will, wird ein gekreuztes Kabel benötigt, da es sich um zwei Endgeräte handelt. Bei modernen Geräten schalten die Anschlüsse automatisch um, wenn man ein falsches Kabel verwendet.
Datendurchsatz
Der Datendurchsatz im Netzwerk wird in der Regel mit Bit pro Sekunde angegeben. Zum Beispiel 10 Mbit/s bedeuten 10'000 Bits rpo Sekunde.
Beim Kopieren von Dateien wird der Datendurchsatz oft mit Bytes pro Sekunde angegeben, z.B. 20 MB/s. Das macht Sinn, da die Dateigrössen im Computer auch mit Bytes, Megabites (MB), etc. angegeben werden. Um den Datendurchsatz in Bit/s zu erhalten, muss man mit Faktor 8 multiplizieren, da mit 8 Bit pro Byte gerechnet wird.
Einheiten
Kilo = 1000
Mega = 1 Million
Giga = 1 Milliarde
Tera = 1000 Milliarden
Beispiele
1 Megabyte entspricht 1000 Kilobyte
1 Gigabyte entspricht 1000 Megabyte
1 Terabyte entspricht 1000 Gigabyte
HIFI ist die Abkürzung für high fidelity und bedeutet hohe Treue, Ehrlichkeit, Genauigkeit. Die Wiedergabe soll dem Original so gut wie möglich entsprechen. Die HIFI Norm setzte in den 60-er Jahren den Minimal-Standard für die Geräte fest, die als HIFI Geräte bezeichnet werden durften. Heute ist diese Norm nicht mehr relevant, da sie keine Herausforderung mehr an die Geräte stellt.
Bei der Aussprache scheiden sich die Geister. Im englischsprachigen Raum sagt man hei-fei, gemäss der Abkürzung HI-FI. Bei uns sagt man heifi, abgeleitet von der Aussprache von high fidelity.
High-End
Was früher HI-FI war, ist heute High-End. Das sind Anlagen und Komponenten im obersten Qualitätssegment (High-End). High-End Geräte und High-End Anlagen bieten sehr hohen, bis audiophilen Musikgenuss.
Audio
Alles was mit Hören, Ton, Akustik, ect. zu tun hat.
Mono
Monophonie, Einkanaltechnik. Man hört die Musik nur aus einem Lautsprecher.
Bei einer Stereoanlage erhalten beide Lautsprecher dasselbe Signal. Bei einer guten Stereoanlage ertönt die Musik dann richtigerweise in der Mitte der beiden Lautsprecher.
Stereo
Stereophonie, Zweikanaltechnik. Man hört die Musikdarbietung räumlich, zwischen den Lautsprechern. Siehe auch Seite "Das perfekte Stereo Erlebnis".
Analog
Die Stärke des elektrischen Signals folgt genau und kontinuierlich (real time) der Lautstärke der Aufnahme. Vorallem bei der Aufzeichnung sehr tiefer und sehr hoher Töne stösst man an die Grenzen der Technik.
Trotz RIAA Entzerrung* kommt es bei sehr tiefen und lauten Tönen zu richtigen Schlangenlinien auf der Schallplatte. Die Tonabnehmer haben Mühe in der Rille zu bleiben und die grossen mechanischen Ausschläge in elektrische Signale umzuwandeln. Bei hohen Tönen haben die Tonabnehmer Mühe der Geschwindigkeit der Rillenausschläge zu folgen. Zudem wird auch die Struktur des Materials (früher Schellack, später Vinyl) von der Nadel abgetastet und wird als Rauschen hörbar. In den Rillen befindliche Staub-, oder andere Partikel hört man als Knistern und Knacksen.
* Vor dem Schneiden einer Schallplatte wird die Amplitude (Lautstärke) der tiefen Töne gemäss festgelegter RIAA Kurve verringert und nach dem Abspielen wieder in den Originalzustand gebracht (entzerrt). Ohne diese Massnahme könnten tiefe Töne nicht aufgezeichnet werden, da die Ausschläge zu gross wären.
Auch die magnetische Aufzeichnung auf Tonbänder kommt an die technischen Grenzen. Man hat ebenfalls Mühe, den gewünschten Frequenzbereich von 20 bis 20'000 Hz aufzuzeichnen. Zudem ist das Rauschen ein Problem. Um diese Probleme besser in den Griff zu bekommen setzte man Dynamik-Kompression ein. Verschiedene Dolby Rauschunterdrückungen setzten sich besonders bei Cassetten-Recordern durch.
Die Qualität der Geräte im Zusammenhang mit der Tonspeicherung analoger Signale hatte deshalb grossen Einfluss auf die Klangqualität. Man suchte deshalb nach einer besseren Lösung und entwickelte die digitale Tonaufbereitung.
Digital
Ein digitales Signal kennt nur eine bestimmte Anzahl elektrischer Zustände. Bei der Tonaufzeichnung zerlegt man das analoge Signal in Zeitpunkt und Stärke. In rascher Folge wird die Stärke des Signals (Amplitude) gemessen. Das heisst, das Signal wird nicht kontinuierlich, sondern in einem Raster erfasst. Die Abtastrate sagt aus, wie oft pro Sekunde die Stärke des Signals gemessen wird. Die Auflösung in Bit sagt aus, in wie viele mögliche Werte die Signalstärke maximal zerlegt wird. Für die Wiedergabe wird jedem gemessenen Zeitpunkt der Wert der Signalstärke wieder zugeordnet.
Man erkennt, dass die Zerstückelung des Analogsignals in viele Momentaufnahmen am Schluss ein treppenstufenartiges Signal ergibt. Die Abtastrate bestimmt die Breite der Treppenstufe und die Auflösung in Bit deren Höhe. Wenn Abtastrate und Auflösung unendlich wären, ergäbe es ein kontinuierliches Signal und würde dem analogen Signal entsprechen.
Man kann den Effekt mit der Digitalfotografie vergleichen. Bei einer schlechten Auflösung (wenig Pixel) sieht man die Pixel von Auge und das Foto wirkt hart. Bei hochauflösenden Aufnahmen kann man die Pixel nicht mehr erkennen und das Foto wirkt angenehm.
Am Anfang der Digitaltechnik war man mit dem Problem konfrontiert, dass man mit der Geschwindigkeit der Aufzeichnung an die Grenzen der Technik stiess. Zudem stiess man mit der Datenmenge an die Kapazitätsgrenzen der Speichermedien.
Abtastrate - Sampling Rate
Die Abtastrate sagt aus, wieviel Mal pro Sekunde das Signal abgetastet (erfasst), ausgewertet und weiterverarbeitet wird.
Auflösung in Bit
Die Auflösung in Bit sagt aus, in wie viele mögliche Werte die Signalstärke (Amplitude) maximal zerlegt wird.
Oversampling/Upsampling
Da das menschliche Ohr entgegen früherer Meinung die sehr feine treppenförmige Abstufung eines digital aufbereiteten Signals zwar nicht objektiv, aber subjektiv erfassen kann, bedient man sich des Oversamplings und/oder des Upsamplings. Das heisst, man erhöht künstlich die Abtastrate und die Auflösung zugleich, indem man den Treppenstufen durch Interpolation Zwischenwerte hinzurechnet. Dies ergibt eine geschmeidigere Kurvenform mit kleineren Treppenstufen. Heute arbeitet man mit bis zu 192-fachem Oversampling und erhält schon fast ein Analogsignal. Man muss allerdings beachten, dass die dazugerechneten Werte nicht genau dem Originalsignal entsprechen können.
Hi-Res – Hi-Resolution - hochauflösend
Um die Soundqualität zu steigern und einen audiophilen Hörgenuss zu ermöglichen, zeichnet man heute mit höherer Abtastrate (kHz) und höherer Auflösung (Bit) auf. Hi-Res Musikdateien kann man bei verschiedenen Anbietern kaufen. Gegenüber mp3 ist das Angebot zurzeit noch sehr klein, es wird aber ständig ausgebaut. Man kann solche Musikdateien auf einen Musikserver kopieren und vom Netzwerk Player abspielen lassen.
Eine Auflösung von 24/96 bedeutet, dass mit 24 Bit abgestuft und mit 96 kHz abgetastet wird. 24 gegenüber 16 Bit tönt nach nicht viel mehr, bietet aber die etwa 250-fach feinere Abstufung.
CD
Compact Disk. Ablösung der analogen Schallplatte durch eine digitale Scheibe. Es war aber zu dieser Zeit eine Herausforderung, eine nützliche Datenmenge auf die kleine Scheibe zu bringen, denn: Aufnahmezeit x Abtastrate x Auflösung ergibt die Datenmenge.
Ziel war es, die 9. Sinfonie von Beethoven auf einer CD unterzubringen. Es musste deshalb ein guter Kompromiss gefunden werden.
Man einigte sich auf eine Abtastrate von 41.1 kHz und eine Auflösung von 16 Bit. Das heisst, pro Sekunde wird 41100 Mal die Signalstärke gemessen und deren Wert in ein Raster von gut 32000 Punkten pro Halbwelle gespeichert. Da man bei Stereo zwei Signale gleichzeitig aufzeichnen muss, halbiert sich die Abtastrate für pro Kanal.
SACD
Super-Audio-CD. arbeitet mit einer moderneren Technik für eine höhere Gesamtauflösung, um eine bessere Wiedergabequalität der Musik zu erreichen.
Die SACD konnte sich nicht durchsetzen und verliert zunehmend an Bedeutung.
CD-Player
Ursprünglich nur zum Abspielen der 1983 eingeführten CD im PCM Format. Heutige CD-Player spielen meist auch noch andere Audioformate wie mp3, mp4, aac, flac, etc. ab. Manche CD-Player spielen auch SACD ab.
Tuner
Bezeichnet den Empfangsteil des guten alten Radioempfängers. Im Gegensatz zum guten alten Radio verfügt der Tuner weder über einen Verstärker noch über einen Lautsprecher. Der Tuner ist nur der eigentliche Empfangsteil und muss an einen Vorverstärker angeschlossen werden.
Netzwerk Player - Streamer
Spielt Musik ab, welche er über das Netzwerk erhält. Zum Beispiel Musik vom Internet, oder von einem Musikserver. Netzwerk Player erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und es werden immer mehr und bessere Geräte in diesem Bereich angeboten.
Musik Server
Heutige Windows- und Mac Computer enthalten eine Musikserver Software und können somit als Musik Server dienen. Auch NAS sind mit entsprechender Software ausgerüstet und erfüllen diesen Dienst. HIFI Geräte Hersteller bieten separate Musik Server an, die sich in die Stereoanlage integrieren lassen oder bauen zum Beispiel in ihren CD-Player zusätzlich einen Musikserver ein. Man kopiert die Musikdateien in den dafür vorgesehenen Ordner des Musikservers und schon werden sie vom Netzwerk Player automatisch gefunden.
Theoretisch kann man seine mp3 Sammlung auf den Musikserver kopieren und anschliessend mit dem Netzwerk Player abspielen lassen. Wegen der schlechten Musik-Qualität des mp3 Formats ist das aber nicht unbedingt zu empfehlen. Die schlechte Qualität von mp3 Files wird von guten HIFI Anlagen blossgestellt. Allerdings ist zu sagen, dass sehr gute Netzwerk-Player einiges aus guten mp3 Files herausholen können, sodass sogar ein Musikgenuss aufkommen kann.
Wer eine Schallplattensammlung hat, kann diese mit entsprechender Software digitalisieren und die Files auf den Musikserver legen. Auch seine CD Sammlung kann man in Dateien umwandeln und anschliessend per Netzwerk Player anhören.
NAS
Ein Network Attached Server ist eine kleine Box mit einer, oder mehreren Festplatten und diverser Software. Ein NAS diente ursprünglich als kleiner Server für zuhause, auf welchem man die Computerdaten speichern kann. Gegenüber einer einfachen externen Festplatte verfügt der NAS über eine einfache Serversoftware, mit welcher man zum Beispiel Zugriffsrechte vergeben kann, sodass jedes Familienmitglied seine Daten vor fremdem Zugriff geschützt ablegen kann.
Da der NAS auch über eine Musik Server Software verfügt, kann man dort mittels Computer Musikfiles ablegen, und vom Netzwerk-Player der Stereoanlage abspielen lassen. Die Datenverbindung zwischen Computer, NAS und Musikserver erfolgt über das Home Netzwerk. Entweder über Kabel (LAN), oder kabellos (WLAN / WI-FI).
UPnP und DLNA
UPnP/DLNA sind Standards, welche gewährleisten, dass der Netzwerk Player den Musik Server und dessen gespeicherte Musik automatisch findet. Der Netzwerk Player kann die gefundenen Titel anzeigen und abspielen.
Plattenspieler
Plattenspieler erfahren in letzter Zeit wieder zunehmende Beliebtheit. Dabei muss man beachten, dass diese entweder mit einem MM (Moving Magnet) oder einem MC (Moving Coil) Tonabnehmer ausgestattet sind.
Ein MM System kann direkt an einen MM Eingang eines Vorverstärkers angeschlossen werden. Verfügt dieser über einen MC Eingang, kann an diesem direkt ein MC System angeschlossen werden. Verfügt der Vorverstärker nur über einen MM Eingang, muss ein MC System über einen Vor-Vorverstärker dort angeschlossen werden.
Tonabnehmer
Die Bewegung der Nadel wird durch einen Magneten in einer Spule in elektrische Spannung umgesetzt.
Die ursprünglichen und am weitest verbreiteten Tonabnehmer basieren auf dem MM (Moving Magnet) Prinzip. Dabei sitzt ein kleiner Magnet auf der Nadel und die Spule ist fix am Tonabnehmer befestigt.
Bem MC (Moving Coil) System ist der Magnet fix befestigt und die Spule wird durch die Nadel bewegt. Dieses System kann klangliche Vorteile bieten, aber die Spule muss wegen des Gewichtes sehr klein ausfallen und liefert deshalb nur eine kleine Spannung.
Vorverstärker
Der Vorverstärker dient als Schaltzentrale. Alle Quellen wie Tuner, CD-Player, Netzwerkplayer, etc. werden daran angeschlossen. Am Vorverstärker wählt man das Gerät (Quelle), welches man hören möchte und stellt die Lautstärke ein. An der Ausgangsbuchse des Vorverstärkers wird die Endstufe angeschlossen.
Endstufe
Die Endstufe verstärkt das vom Vorverstärker kommende standardisierte Signal, um die angeschlossenen Lautsprecher zu betreiben.
Vollverstärker
Ein Vollverstärker ist die Kombination von Vorverstärker und Endstufe.
Lautsprecher
Als Lautsprecher bezeichnet man sowohl Lautsprecherchassis, welche in eine Lautsprecherbox eingebaut sind, als auch die Lautsprecherbox selbst.
Cinch Kabel – Cinch Stecker (RCA- NF- Interconnect-)
Die Kabel, mit welchen die Geräte verbunden werden sind üblicherweise mit Cinch Steckern ausgestattet. Man nennt sie daher auch Cinch Kabel. Aus Amerika kommt der Begriff RCA (Radio Corporation of America). Man spricht von RCA Steckern und RCA Kabeln. Früher nannte man sie NF Kabel. NF kommt von Niederfrequenz. Heute spricht man oft von Interconnect Kabeln, da sie die Verbindung zwischen (inter-) den Geräten herstellen.
Bei der Aussprache von Cinch scheiden sich die Geister. Eingebürgert hat sich die Aussprache als "Tschinsch". Cinch sollte aber richtigerweise als "ssinsch" ausgesprochen werden.
XLR Stecker
XLR Stecker verfügen über drei Kontakte, gegenüber Cinch mit deren zwei. Cinch ist asymmetrisch, das heisst die Signalübertragung wird über einen Kontakt geführt und die Masse/Abschirmung dient gleichzeitig als zweiter Kontakt. Beim XLR Stecker haben beide Signalleiter einen eigenen Kontakt und die Masse wird nur zur Verbindung der Masse und als Abschirmung verwendet. Man spricht hier von einer symmetrischen Signalübertragung.
Interconnect Kabel (RCA- NF- Interconnect-)
Interconnect Kabel, auch Cinch Kabel, RCA-Kabel, oder NF Kabel verbinden die HIFI Geräte untereinander. Seit einiger Zeit gibt es auch symmetrische Kabel mit XLR Steckern.
HIFI Tuning
Massnahmen verschiedener Art, um den Klang der HIFI Anlage zu verbessern. Die Klangqualität wird durch verschiedenste Arten von Störungen beeinträchtigt, sodass die meisten HIFI Tuning Massnahmen die Reduzierung solcher Störungen betreffen. Es handelt sich um mechanische Störungen, elektrische Störungen, Störungen durch Elektrosmog, ect.
HIFI Netzkabel
HIFI Netzkabel sind speziell konzipierte Netzkabel für HIFI Geräte, mit welchen gegenüber "gewöhnlichen" Netzkabeln eine höhere Klangqualität erreicht wird. Dabei werden spezielle Konstruktionen und/oder spezielle Materialien verwendet.
HIFI Steckdosenleisten
HIFI Steckdosenleisten, oder auch HIFI Netzleisten genannt, sind speziell für den Anschluss von HIFI Geräten konzipiert. Das Ziel ist dasselbe, wie bei HIFI Netzkabeln, ein höherer Klanggenuss.
HIFI Feinsicherungen
HIFI Feinsicherungen, oder auch HIFI Sicherungen genannt, sind speziell für den Einsatz in HIFI Geräten konzipiert. Da das fehlerhafte Verhalten "normaler" Feinsicherungen in HIFI Geräten den Klang negativ beeinflussen, werden Feinsicherungen mit weniger "Fehlverhalten" konzipiert.Das Ziel ist auch wieder, höheren Klanggenuss zu erreichen.
Technische Begriffe im Audio Bereich
Frequenz
Die Frequenz beschreibt die Wellenlänge von Signalen in Anzahl Wellen pro Sekunde. 1 Hz entspricht einer Vollwelle pro Sekunde. Hohe Frequenzen haben kurze Wellenlängen und tiefe Frequenzen grosse. Im Tonbereich sind Frequenzen zwischen 20 Hz und 20 kHz relevant. 50 Hz (Hertz) bedeutet 50 Schwingungen pro Sekunde. 20 kHz (Kilohertz) bedeutet 20-tausend Hertz.
Frequenzbereich
Der Frequenzbereich gibt an welche Tonhöhen die Anlage mit gleichbleibender Lautstärke, resp. gleichem Pegel wiedergeben kann. Zum Beispiel 50 Hz bis 20 kHz +-2 dB. (Der dB Wert gibt die maximale Abweichung an.)
Frequenzweiche
Da ein einzelnes Lautsprecher-Chassis nicht geeignet ist, alle Frequenzen gleich gut wiederzugeben, teilt man den Tonbereich in verschiedene Bereiche auf. Dabei leitet die Frequenzweiche die hohen Töne auf einen kleinen Hochtöner (Hochton Chassis) und die tiefen auf einen grösseren Tieftöner. Das nennt man eine 2-Weg Box. Es gibt auch 3-Weg Boxen oder solche mit noch mehr Bereichen.
Verstärker-Röhren
Röhren waren die ersten elektronischen Verstärkerelemente und erfuhren ihre grosse Verbreitung in den alten Dampfradios. Röhren sind gross und empfindlich. Zudem benötigen sie hohe Heizströme und hohe Anodenspannungen. Auch werden sie mehr oder weniger heiss und sind empfindlich auf Erschütterungen.
Röhrenverstärker erleben heute teilweise eine Renaissance. Die Röhre hat viele Anhänger, welche den schönen Klang der Röhrengeräte loben. Allerdings gibt es auch Stimmen, die sagen, dass die Röhren rauschen. Das zeigt wieder einmal, dass man nicht pauschalisieren darf. Beide Aussagen sind prinzipiell richtig, aber ein gut entwickeltes Gerät hebt die Vorteile des schönen Klangs hervor und vermeidet das Rauschen.
Bipolare Transistoren
Bipolare Transistoren waren die ersten, die kommerziell eingesetzt wurden. Grosse Verbreitung erlangten sie anfangs im Einsatz in den Transistorradios. Gegenüber Röhrenschaltungen, brauchen die Transistoren sehr viel weniger Platz, verbrauchen weniger Strom, benötigen kleinere Spannungen und sind nicht empfindlich auf Erschütterungen. Sie waren somit prädestiniert für kleine, tragbare Radios.
Einfach gesagt, verstärkt ein bipolarer Transistor den Strom, dem man ihm zuführt. Kleinsignaltransistoren werden in allen möglichen HIFI Geräten eingesetzt, wo keine grossen Ströme verlangt sind. Leistungstransistoren werden im Leistungsteil von Endstufen eingesetzt, um die angeschlossenen Lautsprecher anzutreiben.
Naturgemäss neigen bipolare Transistoren zum Rauschen. Das war in den 60er Jahren noch ein grosses Problem. Bei guten Schaltungen und heutigen Transistoren, kann man kein Rauschen mehr hören. Möglicherweise kann man dieses subjektiv wahrnehmen und den Klang deshalb als nicht so schön und geschmeidig empfinden.
Feldeffekt-Transistoren
Feldeffekt Transistoren (FET) konnte man erst später kommerziell herstellen. Sie benötigen keinen Strom zur Ansteuerung, sondern eine Spannung. Diese Steuerspannung bewirkt eine Änderung des Widerstandes im Leistungspfad. Es gibt verschiedene Typen von FET, in Endstufen kommen vorallem MOSFET zum Einsatz.
Feldeffekt Transistoren arbeiten im Grundprinzip ähnlich wie Röhren, benötigen aber weder einen Heizstrom noch eine hohe Anodenspannung und sind klein wie die bipolaren Transistoren.
MOSFET zeigen ihre Stärke besonders im Leistungsteil von Endstufen. Der Klang ist schön, wie bei guten Röhrenverstärkern, aber ohne Rauschen. MOSFET sind etwas schwieriger zu bändigen (zu steuern), vielleicht sind sie deshalb nicht sehr weit verbreitet.
Begriffe des Hörerlebnisses
Audiophil
Höchster Musikgenuss. Geräte und Anlagen, welche höchsten Musikgenuss bieten.
Stereoabbildung
Bei einer guten Stereoabbildung einer musikalischen Darbietung hat man das Klanggeschehen vor sich und jedes Instrument, jede Stimme "steht" an seinem Platz. Man hört nicht, wo sich die Lautsprecher befinden. (Siehe auch Seite "Das perfekte Stereo Erlebnis".)
Transparent
Eine weniger gute Anlage bildet das Klanggeschehen zwar zwischen den Lautsprechern ab, aber es kann etwas zusammengeklumpt wirken. Bei einer wirklich guten Anlage hat es Luft zwischen den Instrumenten und Stimmen und das Klanggeschehen wird sogar dreidimensional abgebildet.
Ruhig
Man kann es nicht hören, sondern nur positiv empfinden, wenn ausser der Musik nichts ist.
Analytisch
Die Darbietung wirkt prägnant und man hört jedes Detail glasklar. Es ist wie wenn man bei der Fotobearbeitung die Schärfe erhöht. Das Foto wirkt klarer und prägnanter. Die Ränder der abgebildeten Objekte werden schärfer und härter abgebildet. Wenn man die Schärfe reduziert, wirkt das Foto weicher und angenehmer. So klingen Anlagen auf der anderen Seite der Skala angenehm seidig. Bei zu analytischen Anlagen wirkt die Darbietung anspringend und Details können überspitzt wiedergegeben werden. Umgekehrt können Anlagen flach und detailarm klingen.
Tiefe - Tiefenstaffelung
Von Tiefe oder Tiefenstaffelung spricht man dann, wenn das Klangbild räumlich, also dreidimensional und nicht nur zweidimensional dargestellt wird. Man hört die Instrumente und Stimmen nicht nur nebeneinander, sondern man hört auch ob Sie sich näher oder weiter weg befinden. Eine transparente Wiedergabe mit Tiefenstaffelung kann nur mit einer Hi-End Anlage erreicht werden.,
Begriffe im Netzwerkbereich
Netzwerk - Datennetz
Computer tauschen Ihre Daten über das Datennetz aus. Auch das Internet ist ein Datennetz. Heutzutage sind zuhause neben Computern auch Handys, Tablets, NAS, Netzwerk-Player und Fernseher über das Datennetz miteinander und/oder mit dem Internet verbunden.
LAN
Als LAN (Local Area Network) wird ein inhouse Netzwerk bezeichnet. Die Datenverbindungen werden dabei entweder mit (Ethernet) Kabeln oder per Funkübertragung (WLAN) realisiert.
WAN
Das Wide Area Network ist für den Datentransport über grösseren Strecken, ausserhalb der Gebäude zuständig.
Ethernet
Wenn das Datennetz mit Kabeln realisiert ist, werden die Geräte mit Ethernet Kabel verbunden, wobei Ethernet eigentlich die Technologie des Netzwerks bezeichnet.
Ethernet stammt ursprünglich vom ALOHAnet ab, welche die verschiedenen Inseln um Hawaii per Funk mit der Universität Honolulu verband. Daher wohl auch der Name ETHERnet (ÄTHERnetz).
Der Ethernet Standard IEEE 802.1 regelt die Vorgehensweise,wie die elektrischen Signale der Datenübertragung von den Geräten auf die Leitung und von dort auf weitere Geräte gelangen. Da Geräte dieselbe Leitung gleichzeitig benutzen können, müssen Kollisionen erkannt und geregelt werden.
Ethernet Verbindungen können sowohl mit Kabel, oder Funk realisiert werden.
WLAN
Oft werden die Daten per Funk (wireless) übertragen. Diese Übertragungsart wird als WLAN (Wireless LAN) bezeichnet.
WLAN wird oft auch WI-FI genannt, wobei WIFI genau genommen der Standard für WLAN ist.
Für die Datenübertragung wird selbstverständlich die Ethernet Technologie verwendet,
Für die Funktechnologie gibt es verschiedene Standards, angefangen vom 802.11a, über 802.11.b, g,n, ac, bis 802.11ad. Es werden laufend neue, verbesserte Standards eingeführt, welche einen schnelleren Datendurchsatz ermöglichen.
WLAN verwendete zuerst die Funkfrequenz von 2.4 GHz. Später kam 5 GHz dazu. Beide Frequenzen sind in mehrere Kanäle unterteilt, damit viele Geräte gleichzeitig kommunizieren können.
Je nach Auslastung der Kanäle in einem bestimmten geographischen Umfeld, können gewisse Kanäle eine bessere, und andere eine schlechtere Datenübertragung anbieten. Bei einer grossen WLAN Gerätedichte kann es im 2.4 GHz Bereich schon mal eng werden. In diesem Fall hat man ev. im 5 GHz Band bessere Chancen, da dieser Bereich (noch) weniger stark benutzt wird.
Router
Ein Router verbindet Teilnetzwerke miteinander. Der Router zuhause verbindet das private Netzwerk mit dem öffentlichen Internet. Zugleich verbindet er die Geräte innerhalb des privaten Netzwerks, entweder per Kabel, per Funk, oder gleichzeitig mit beiden Technologien.
Der Router zuhause stellt ein privates Netzwerk zur Verfügung und verbindet dieses mit dem Internet. Den Geräten im privaten Netzwerk teilt er IP Adressen zu. In der Regel aus dem privaten IP Adressbereich 192.168.0.0.
WPS
Das WLAN des Routers sollte immer durch einen Schlüssel (Passwort) gesichert sein. Jedes Netzwerkgerät, welches mit dem WLAN verbunden werden soll, muss diesen Schlüssel kennen. Beim Computer geht das noch einfach, man kann den Schlüssel per Tastatur eintippen. Bei anderen Geräten ohne Tastatur kann der Schlüssel nicht einfach eingetippt werden.
Per WPS Funktion kann der Schlüssel automatisch vom Router zum Gerät übermittelt werden. Man drückt einfach die WPS Taste am Gerät und innerhalb von zwei Minuten die WPS Taste am Router. Wenn alles gut geht, findet der Router das Gerät nach einer gewissen Zeit im Netzwerk und teilt ihm den Schlüssel mit.
Bei einigen Routern (Internet Box) der Swisscom ist die WPS Taste mit einem "+" bezeichnet.
TCP/IP
Während Ethernet bestimmt, wie die elektrischen Signale der angeschlossenen Geräte auf die Leitung kommen und von dort wieder auf andere Geräte gelangen, bestimmt das TCP/IP Protokoll, wie die Daten strukturiert, verpackt, versendet, empfangen und wieder entpackt werden.
TCP/IP ist ein Paketdienst, welcher ähnlich funktioniert, wie die Post. Die Daten werden zerlegt, in Datenpakete verpackt, adressiert und abgeschickt. Da jedes Gerät eine eigene, einmalig vorkommende Adresse hat, gibt es wie bei der Post für jedes Datenpaket eine (IP) Absender- und eine (IP) Empfängeradresse. Router im Netzwerk haben die Funktion von Poststellen. Sie empfangen die Datenpakete und wissen auf welchen Weg sie diese schicken müssen, damit sie schlussendlich ihren Empfänger erreichen.
Da seit der Einführung von TCP/IP die Anzahl Geräte unerwartet stark angestiegen ist, reicht die vorgesehene Anzahl IP Adressen schon lange nicht mehr aus. Zum Glück hatten die Erfinder von TCP/IP schon einige Adressbereiche für privaten Gebrauch vorgesehen. Es wurde auch bestimmt, dass Router nur öffentliche IP Adressen weiterleiten (routen). Somit können im privaten Bereich, das heisst, zum Beispiel hinter dem Router in der Wohnung immer wieder dieselben IP Adressen benutzt werden. Der Wohnungs-Router wandelt dann die privaten Adressen in eine öffentliche um und umgekehrt. Der Router erscheint gegen aussen mit nur einer (öffentlichen) IP Adresse und verwaltet gegen innen (Wohnung) die Geräte im privaten Netzwerkbereich. Der meistbenutzte private IP Adressbereich ist 192.168.0.0 bis 192.168.255.254.
MAC Adressen
Jedes Netzwerk-Gerät verfügt über eine einzigartige, fixe Geräte-Adresse, auch MAC Adresse, oder Hardware Adresse genannt. Genau genommen verkehrt die Kommunikation schlussendlich von MAC Adresse zu MAC Adresse. Wobei sich am Anfang jeder Kommunikation die MAC Adresse die IP Adresse des Gerätes schnappt, damit TCP/IP den Transport der Daten übernehmen kann. Der nächstgelegene Router lernt jeweils sofort seine "Pappenheimer" kennen und weiss, welche MAC Adresse zu welcher IP Adresse gehört.
Was ist der Unterschied zwischen MAC Adresse und IP Adresse?
Die IP Adresse ist die Netzwerk-Adresse und die MAC Adresse die Geräte-Adresse.
Beim Vergleich mit der Post kann man sich vorstellen, dass die IP Adresse die Postadresse darstellt und die MAC Adresse die dort wohnende Person. Beim Zügeln ändert die Postadresse (IP Adresse), aber die Personen- (MAC) Adresse bleibt dieselbe, wie vorher.
Hub
Ein Hub ist ein Gerät mit mehreren Ethernet Anschlüssen. Ein Anschluss wird mit dem Netzwerk verbunden, an die anderen Buchsen können Netzwerk-Geräte, wie Computer angeschlossen werden. Ein Hub verteilt die Signale gleichzeitig an alle Anschlüsse. Da es früher noch keine Switches gab, wurden Hubs auch in grösseren Netzwerken eingesetzt. Da immer alle Signale gleichzeitig auf allen Leitungen vorhanden sind, konnte es wegen der vielen Kollisionen zum Erlahmen des Netzwerks kommen.
Switch
Das Einsatzgebiet des Switches ist derselbe wie beim Hub. Der Switch verfügt aber über eine äusserst clevere Funktion: Der Switch kennt nämlich seine angeschlossenen Pappenheimer ganz genau bei ihren IP- und MAC Adressen. Dies erlaubt ihm, den Datenverkehr immer nur von einem Anschluss zu einem anderen zu leiten, ohne die übrigen Anschlüsse und Leitungen mit unnötigen Signalen zu belasten. Jedes Endgerät hat somit die ganze Leitungskapazität seines Anschlusses zur Verfügung und es gibt auch keine Kollisionen. Einzig beim Anschluss, welcher zum Netzwerk führt, kommen alle Signale zusammen. Dieser muss entsprechend leistungsfähig sein.
Heute gibt es kaum mehr Hubs. Sogar die kleinen Kästchen für das Heinetzwerk mit 5 oder 8 Anschlssen sind Switches.
Ethernet Leistung
Früher waren 10 Mbit/s für Ethernet Verbindungen üblich. Später kam Fast-Ehernet mit einem max. Datendurchsatz von 100 Mbit/s dazu. Heute sind Gigabit Leitungen (1000 Mbit/s) üblich.
Schnellerer Datendurchsatz verlangt auch nach entsprechender Kabelqualität. Für Gigabit werden mindestens (8-adrige) Kabel der Klasse Kat 5e benötigt. Gigabit Anschlüsse können auch problemlos mit 4-adrigen Kabeln verbunden werden. Die Anschlüsse schalten dann automatisch auf Fast-Ethernet um.
Polarität der Ethernet Kabel
Bei Ethernet wird zwischen Netzwerk-Geräten und Endgeräten unterschieden. Ein normales (ungekreuztes) Kabel kann ein Netzwerk-Gerät mit einem Endgerät verbinden. Wenn man zwei ältere Computer direkt verbinden will, wird ein gekreuztes Kabel benötigt, da es sich um zwei Endgeräte handelt. Bei modernen Geräten schalten die Anschlüsse automatisch um, wenn man ein falsches Kabel verwendet.
Datendurchsatz
Der Datendurchsatz im Netzwerk wird in der Regel mit Bit pro Sekunde angegeben. Zum Beispiel 10 Mbit/s bedeuten 10'000 Bits rpo Sekunde.
Beim Kopieren von Dateien wird der Datendurchsatz oft mit Bytes pro Sekunde angegeben, z.B. 20 MB/s. Das macht Sinn, da die Dateigrössen im Computer auch mit Bytes, Megabites (MB), etc. angegeben werden. Um den Datendurchsatz in Bit/s zu erhalten, muss man mit Faktor 8 multiplizieren, da mit 8 Bit pro Byte gerechnet wird.
Einheiten
Kilo = 1000
Mega = 1 Million
Giga = 1 Milliarde
Tera = 1000 Milliarden
Beispiele
1 Megabyte entspricht 1000 Kilobyte
1 Gigabyte entspricht 1000 Megabyte
1 Terabyte entspricht 1000 Gigabyte